{"id":44839,"date":"2025-09-04T09:45:22","date_gmt":"2025-09-04T13:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.volarisgroup.com\/acquired-knowledge\/beibehaltung-einer-fuehrenden-position-bei-software-fuer-die-automobilindustrie\/"},"modified":"2025-11-11T09:38:15","modified_gmt":"2025-11-11T14:38:15","slug":"beibehaltung-einer-fuehrenden-position-bei-software-fuer-die-automobilindustrie","status":"publish","type":"acquired-knowledge","link":"https:\/\/www.volarisgroup.com\/de\/acquired-knowledge\/beibehaltung-einer-fuehrenden-position-bei-software-fuer-die-automobilindustrie\/","title":{"rendered":"Die f\u00fchrende Position im Automotive-Softwaremarkt sichern"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>W\u00e4hrend globale Trends die Automobilindustrie ver\u00e4ndern, sieht Portfolio Manager Werner Leinauer Chancen f\u00fcr die Volaris Automotive Group, ihre Innovationen f\u00fcr Kunden weiter voranzutreiben<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Einstieg von Werner Leinauer in die Automobilbranche weckte eine Leidenschaft, die seine gesamte Karriere gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine \u00fcber 35-j\u00e4hrige Laufbahn begann in der Unternehmensberatung und im Vertrieb bei Siemens in Deutschland. Von dort aus baute er eine internationale Karriere auf, die ihn unter anderem nach China, \u00c4gypten, in die T\u00fcrkei und nach Griechenland f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute nutzt er sein umfassendes Branchenwissen  in seiner M&amp;A-orientierten Rolle bei Volaris, wo er als Portfolio Manager t\u00e4tig ist und die Volaris Automotive Group leitet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Ich bin in diesem Umfeld sehr gl\u00fccklich. Es ist eine \u00e4u\u00dferst spannende Aufgabe \u2013 und ich kann in der Branche arbeiten, die ich liebe: der Automobilindustrie. <\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Werner sprach mit dem Magazin <em>Acquired Knowledge<\/em>, um seine Einblicke in Branchentrends, seine Erfahrungen bei Volaris und die Zukunft der Volaris Automotive Group zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sie haben eine lange Geschichte mit incadea, einem Anbieter von Automobil-Software, den Volaris Ende 2018 \u00fcbernommen hat. K\u00f6nnen Sie uns mehr dar\u00fcber erz\u00e4hlen? <\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Meine Beziehung zu <a href=\"https:\/\/www.incadea.com\/\">incadea<\/a> begann mehr als ein Jahrzehnt, bevor das Unternehmen von Volaris \u00fcbernommen wurde. Sie nahm ihren Anfang im Jahr 2005, als ich CEO des griechischen Unternehmens Real Consulting wurde, das sich auf SAP und Microsoft ERP-Implementierungen spezialisierte. Einer unserer Partner damals war incadea &#8211; und so entsand meine erste Verbindung zu diesem Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Eigent\u00fcmer von incadea baten mich schlie\u00dflich, ein Treffen mit dem Eigent\u00fcmer von Real Consulting zu arrangieren, um \u00fcber eine m\u00f6gliche \u00dcbernahme zu sprechen. Der Deal kam zustande, und 2008 zog ich von Griechenland nach \u00d6sterreich, um die Rolle des CEO und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von incadea zu \u00fcbernehmen. Ein besonderer H\u00f6hepunkte meiner Zeit bei incadea war der erfolgreiche B\u00f6rsengang des Unternehmens an der London Stock Exchange im Jahr 2012.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2014 wurde incadea an Cox Automotive verkauft und ich stand vor der Entscheidung, ob ich bei Cox bleiben wollte. Die Alternative war, das operative Gesch\u00e4ft zu verlassen im Family Office zu bleiben, das weiterhin Mehrheitseigent\u00fcmer von incadea war. Ich entschied mich daf\u00fcr, im Family Office zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie kam es schlie\u00dflich dazu, dass Sie zu <strong>incadea<\/strong> zur\u00fcckgekehrt sind?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Leider erwies sich die \u00dcbernahme von incadea f\u00fcr Cox nicht als erfolgreich und <a href=\"https:\/\/www.motortrader.com\/motor-trader-news\/automotive-news\/cox-automotive-sells-incadea-dms-business-volaris-13-12-2018\">das Unternehmen entschloss sich 2018 f\u00fcr einen Verkauf<\/a>. Zum Gl\u00fcck war Volaris der K\u00e4ufer. Ich traf mich damals mit Rick Bacchus, Portfolio Leader bei Volaris, und er \u00fcberzeugte mich, zu incadea zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zeil meiner <a href=\"https:\/\/www.volarisgroup.com\/de\/acquired-knowledge\/kundenorientierung-ist-das-a-und-o\/\">R\u00fcckkehr zu incadea<\/a>, war das Unternehmen innerhalb von 12 Monaten wieder in die Profitabilit\u00e4t zu f\u00fchren  &#8211; und das ist uns auch gelungen. Ich bin seit 2019 Teil der Volaris Group und mein Verantwortungsbereich hat sich nun \u00fcber incadea hinaus erweitert. Seit Juli 2023 leite ich das Volaris Automotive Portfolio, eine Unternehmensgruppe, zu der auch incadea geh\u00f6rt, und ich arbeite weiterhin eng mit dem <a href=\"https:\/\/www.volarisgroup.com\/de\/acquired-knowledge\/das-lenkrad-in-die-hand-nehmen-als-leader-im-automobilportfolio\/\">CEO von incadea<\/a> zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nachdem <strong>incadea<\/strong> im Laufe der Jahre mehrere Eigent\u00fcmerwechsel erlebt hat \u2013 was w\u00fcrden Sie sagen, ist heute anders, seit das Unternehmen bei <strong>Volaris<\/strong> sein <strong>dauerhaftes Zuhause<\/strong> gefunden hat?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Es bedeutet sehr viel, wenn man sich in seinem Arbeitsumfeld wohl f\u00fchlt. Ich sch\u00e4tze bei Volaris alles &#8211; von der Art und Weise, wie Mitarbeiter geschult und durch die Unternehmenskultur motiviert werden, bis zur Unternehmensf\u00fchrung auf klar basierten KPIs. Diese Vorgehensweise erm\u00f6glicht es, eine Praxis, bei jeder \u00dcberpr\u00fcfung sofort Einblicke in Leistung und Profitabilit\u00e4t zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>So etwas habe ich weder in einem Family Office Umfeld, noch in gro\u00dfen Industriekonzernen erlebt. Ein Umfeld wie bei Volaris habe ich in meiner gesamten Karriere noch nie kennengelernt.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Als Leiter des <strong>Volaris Automotive Portfolios<\/strong> verfolgen Sie die Entwicklungen in der Branche weltweit sehr genau. Welche <strong>Trends<\/strong> beobachten Sie derzeit?<\/h5>\n\n\n\n<p>Wir beobachten derzeit eine Konsolidierung der H\u00e4ndler &#8211; es gibt weniger Eigent\u00fcmern, w\u00e4hrend gr\u00f6\u00dfere H\u00e4ndlergruppen weiter wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausserdem ver\u00e4ndert sich die Art und Weise, wie Fahrzeuge an Endlunden verkauft werden. In Europa und Asien wird das klassische Autohausmodell zunehmend seltener. Neuwagen werden heute h\u00e4ufig \u00fcber das Agenturmodell verkauft &#8211; das bedeutet, sie werden direkt vom Hersteller  (OEM) an den Kunden verkauft, und nicht mehr \u00fcber den H\u00e4ndler. F\u00fcr die Autoh\u00e4user bedeutet das, dass sie sich neu ausrichten m\u00fcssen; weg vom Fahrzeugverkauf, hin zu erg\u00e4nzenden Dienstleistungen, wie z.B. Autovermietung und Carsharing. <\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie passen sich die <strong>Softwareunternehmen<\/strong>, die die <strong>Automobilhandelsbranche<\/strong> unterst\u00fctzen, an diese aktuellen <strong>Trends<\/strong> an?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Die Konsolidierung wirkt sich direkt auf die Softwareanbieter aus, da gr\u00f6\u00dfere Handelsgruppen in der Regel versuchen, nur ein einziges Softwaresystem f\u00fcr die gesamten Gruppe zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sich das Kern-Gesch\u00e4ftsmodell der Autoh\u00e4user ver\u00e4ndert, m\u00fcssen sich auch die Softwarel\u00f6sungen, die sie unterst\u00fctzen, weiterentwickeln. Fr\u00fcher boten Dealer-Management-Softwareunternehmen in der Regel ein End-to-End-ERP-System f\u00fcr Autoh\u00e4user oder Servicebetriebe an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Heute jedoch, da der OEM zunehmend den Neuwagenverkaufs selbst \u00fcbernimmt, ben\u00f6tigen Autoh\u00e4user in ihren ERP-Systemen h\u00e4ufig kein Verkaufsmodul f\u00fcr den Neuwagen mehr. Stattdessen steig der Bedarf an neuen Softwaremodulen wie z.B. Carsharing- oder Autovermietung &#8211; Funktionen, die neue Gesch\u00e4ftsprozesse unterst\u00fctzen, die Autoh\u00e4user bislang nicht abgedeckt hatten. Zudem gewinnt der Gebrauchtwagenmarkt f\u00fcr viele H\u00e4ndler stark an Bedeutung.<\/p>\n\n\n<div class=\"gb-container gb-container-5ead5b62\">\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"777\" height=\"437\" src=\"https:\/\/www.volarisgroup.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/werner-leinauer-visits-china.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-42912\"\/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Werner Leinauer besuchte die Auto Shanghai 2023, als er noch CEO von incadea war. Die gro\u00dfe internationale Automobilmesse, die alle zwei Jahre stattfindet, z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Automobilausstellungen weltweit \u2013 neben den Messen in Detroit, Frankfurt, Paris und Tokio. Neben einem Treffen mit dem lokalen incadea-Team nutzte Leinauer die Gelegenheit, sich auch mit Kunden und Gesch\u00e4ftspartnern auszutauschen.<br>(Foto: incadea)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum beobachten Sie die <strong>Automobilindustrie in China<\/strong> so genau?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Viele Branchentrends entstehen in China, weshalb dieser Markt ein zentraler Bestandteil unserer globalen Strategie ist &#8211; besonders jetzt, da wir uns von etablierten Gesch\u00e4ftsmodellen hin zu Innovation und Digitalisierung bewegen. Ich war schon oft vor Ort, um mich mit unserem lokalen Team zu treffen und aktuelle Marktentwicklungen aus erster Hand zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Markt f\u00fcr Elektrofahrzeuge (EV) wird fast vollst\u00e4ndig von chinesischen OEMs dominiert. Sie sind in den Bereichen Elektromobilit\u00e4t und Batterietechnologie deutlich weiter entwickelt als deutsche Hersteller. Die chinesischen Batteriefabriken sind gr\u00f6\u00dfer und die Batterien besser. Chinesische Batteriefabriken sind gr\u00f6\u00dfer, ihre Technologien leistungsf\u00e4higer, und sowohl europ\u00e4ische als auch amerikanische OEMs liegen beim Thema E-Mobilit\u00e4t derzeit sp\u00fcrbar hinter China zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>In China leben rund 1,5 Milliarden Menschen, und allein dort gibt es etwa 80 bis 85 verschiedene OEMs \u2013 viele davon weltweit kaum bekannt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich denke, dass das chinesische Vertriebsmodell f\u00fcr Autos ein hohes Erfolgspotenzial im europ\u00e4ischen Markt hat. Wenn man in China ein neues Elektroauto kauft, kann man zwischen drei Modellen w\u00e4hlen &#8211; einem Basismodell, einem Mittelklassewagen und einem High-End-Modell. Alle verf\u00fcgbaren Funktionen sind bereits standardm\u00e4ssig im Fahrzeug integriert. Die eigentlich Wahl des K\u00e4ufers betrifft die Batterieausstattung, also Gr\u00f6\u00dfe und die Reichweite &#8211; zum Beispiel 400, 600 oder 800 Kilometer. Das ist ein ganz anderes Modell als das, was man bisher von deutschen OEMs kennt.<br><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welchen Einfluss hat das europ\u00e4ische H\u00e4ndlermodell heute?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Chinesische OEMs orientieren sich derzeit sehr stark an den europ\u00e4ischen Herstellern, die in anderer Hinsicht als Vorreiter gelten. Europ\u00e4ische OEMs verf\u00fcgen \u00fcber umfangreiche Erfahrung im Aufbau von H\u00e4ndler- und Servicenetzwerken weltweit.<\/p>\n\n\n\n<p>Da chinesische Herstellen nun beginnen, ausserhalb Chinas &#8211; besonders in Europa und S\u00fcdamerika &#8211; zu expandieren, arbeiten sie mit Hochdruck daran, ihre Fahrzeuge zu etablieren. Dabei nutzen sie die bestehende Netzwerkstruktur der europ\u00e4ischen OEMs.<\/p>\n\n\n\n<p>So hat China einerseits eine f\u00fchrende Rolle in der Fahrzeugtechnologie, folgt aber andererseits den europ\u00e4ischen Modellen, wenn es um die Markterschlie\u00dfung und Vertriebsstrukturen geht.<br><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie sehen Sie die Zukunft der Volaris Automotive Group?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz 2025 haben wir unser Portfolio erweitert und <a href=\"https:\/\/www.volarisgroup.com\/de\/press-room\/volaris-automotive-erwirbt-britehouse-automotive-und-erweitert-damit-seine-praesenz-auf-dem-markt-fuer-automotive-softwareloesungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Britehouse Automotive \u00fcbernommene<\/a>, das wir gemeinsam in automate umbenannt haben. Das Unternehmen ist ein umfassenden Anbieter von Dealer-Management-Software mit integrierten Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen. Mit dem Beitritt von automate zum Volaris Automotive Portfolio wird die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe weiter gest\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit gibt es nur zwei M\u00e4rkte, in denen die Unternehmen der Volaris Automotive Group noch keine Kunden haben: Nordamerika und das Vereinigte K\u00f6nigreich. Doch wir gehen davon aus, dass sich das in naher Zukunft \u00e4ndern wird.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend globale Trends die Automobilindustrie ver\u00e4ndern, sieht Portfolio Manager Werner Leinauer Chancen f\u00fcr die Volaris Automotive Group, ihre Innovationen f\u00fcr Kunden weiter voranzutreiben Der Einstieg von Werner Leinauer in die Automobilbranche weckte eine Leidenschaft, die seine gesamte Karriere gepr\u00e4gt hat. 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